Bei unseren Partnerschülern in Polen

Vom 12. bis 16. Juni 2012 führten wir, die Klasse 10, eine Bildungsreise durch. Wir besuchten unsere Partner, die wir über das Schuljahr auf der Plattform eTwinning kennengelernt haben. Viele Kontakte via Internet wurden geknüpft und mit der Zeit reifte der Gedanke, tatsächlich dort hinzureisen und uns vor Ort auszutauschen.

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Dank der hervorragenden Organisation von Frau Wenner, der Initiatorin und Deutschlehrerin, und Herrn Balcerak, Initiator und Organisator auf polnischer Seite, waren wir in Gorzów, etwa 200 Kilometer östlich von Berlin.

Wir flogen von Basel nach Berlin und fuhren dann mit dem Zug nach Gorzów, wo wir äußerst herzlich empfangen wurden.

Inzwischen sind wir wieder wohlbehalten heimgekehrt.

Und hier der versprochene Bericht unserer Reise und unseres Gesamtprojektes:

Schüler der Klasse 10 der Wiesentalschule reisen nach Polen

Was haben Schüler aus Maulburg im äußersten Südwesten Deutschlands mit Schülern aus der polnischen Stadt Gorzów, 140 km nordöstlich von Berlin, zu tun? Eigentlich gar nichts. Doch neue Medien schaffen ungeahnte Verbindungen, die dazu führten, dass zehn SchülerInnen der Klasse 10 von der Wiesentalschule Maulburg für fünf Tage zu Gast in besagter Stadt waren, auf Einladung der ZESPOL Schule.

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Wie kam es dazu? Zu Beginn des Schuljahres erreichte die Lehrer der Klasse 10 von Kurt Schlegel, dem Leiter des Kreismedienzentrums Lörrach eine Anfrage, über die von der EU geförderte „eTwinning“ Plattform (elektronische Schulpartnerschaften)  mit polnischen Schülern ein Literaturprojekt zu starten in Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek Lörrach. Diese hatte den aus Schopfheim stammenden Schriftsteller Björn Kern im Rahmen der baden-württembergischen Kinder- und Jugend Literaturtage 2011 eingeladen, um sich +einer Begegnung mit diesen beiden Schulklassen zu stellen. Klassenlehrer Mario Enderle und Deutschlehrerin Anne Wenner zeigten sich interessiert an dieser Idee und auch die Schüler stimmten dem Projekt erwartungsvoll zu. Polnische und deutsche Schüler nahmen nun im Netz Kontakt miteinander auf. Die Schüler der Schule in Gorzów lernen Deutsch als Fremdsprache und so war es klar, dass die Kommunikation auf Deutsch erfolgte. Jeder deutsche Schüler erhielt einen polnischen Partner, mit dem man sich über verschiedene Themen austauschte. Nachdem im Deutschunterricht der Klasse 10 Texte von Björn Kern besprochen worden waren, informierten die Schüler ihre polnischen Partner über den Autor. Als dann am 14.11.2011 das Treffen mit Björn Kern stattfand, waren die polnischen Schüler über Skype zugeschaltet. Es entwickelte sich ein lebhaftes Gespräch aller Beteiligten, bei dem Björn Kern in den Räumen der Stadtbibliothek viel über seine Arbeit als Schriftsteller erzählte und aus seinem Buch „KippPunkt“ vorlas.

Nach dieser gelungenen Veranstaltung entstand beidseitig der Wunsch nach einer persönlichen Begegnung. Und diese fand vom 12.6. – 16.6.2012 in Gorzów statt. Nach einer sechsstündigen Reise mit Flugzeug und Bahn wurden Schüler und Lehrer von ihren polnischen Gastgebern am Bahnsteig herzlich empfangen und zu ihrer Unterkunft begleitet, einem der Schule angegliederten Internat. Ein abwechslungsreiches Programm mit Ausflügen in und um Gorzów, einem Willkommensempfang in der Schule mit anschließendem Rundgang durch die Schule ermöglichte Gästen und Gastgebern, aufeinander zuzugehen und sich näher kennen zu lernen. Ein Höhepunkt des Aufenthalts war eine erneute Begegnung mit Björn Kern, der aus Berlin angereist kam, wo er seinen Wohnsitz hat. Bei diesem literarischen Treffen war für die polnischen Schüler die souveräne Übersetzung des polnischen Deutschlehrers und Mitinitiators Zbyszek Balcerak eine große Hilfe, um den anspruchsvollen Ausführungen des Schriftstellers folgen zu können. Auch seine beiden Kolleginnen Joanna Balanda und Beata Haryszyn konnten jederzeit übersetzen, wenn dieses oder jene deutsche Wort unbekannt war

Unterhaltsam und locker wurde es für die Schüler, wenn man sich zusammenfand, um Fußball zu spielen – was die polnischen Mädchen mit Bravour beherrschten -, gemeinsam angeln zu gehen oder spontan zu musizieren. Die Zeit verging im Flug, Freundschaften entstanden und bei der herzlichen Verabschiedung freuten sich die polnischen Gastgeber auf den geplanten Gegenbesuch im Juni nächsten Jahres. Für Mario Enderle, Anne Wenner und Kurt Schlegel, welche die Schüler begleiteten, ist klar, dass dieses gelungene Treffen zwischen beiden Schulen ein Anfang ist, der weiter ausgebaut werden kann, zunächst virtuell im Netz, dann in einer erneuten persönlichen Begegnung.

Finanzielle Unterstützung erhielt der Austausch vom „Deutsch Polnischen Jugendwerk“, welches Begegnungen zwischen jungen Menschen dieser beiden Länder in vielerlei Hinsicht fördert.

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